By Gerhard Plumpe

Dr. Gerhard Plumpe ist Professor für Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum.

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Die Leipziger Fakultat schenkte dem neuen Basler Professor die Doktorwiirde. Die zweite Dekade - von 1869 bis 1879 - ist die Zeit der Professur und des freund- 32 schaftlichen Umgangs mit Wagner und Cosima, der 1868 begann und 1878 endete. Nietzsche war, nach den Zeugnissen, die vorliegen, ein beliebter akademischer Lehrer; wenn wir heute lesen, daB er in der Vorlesung durchschnittlich 6 bis 8 Horer hatte, darf das nicht tiiuschen: die Universitiit Basel hatte damals weniger Studenten als heute das kleinste Gymnasium Schiiler hat.

Haben wir demnach so viel erkannt, daB es Euripides iiberhaupt nicht gelungen ist, das Drama allein auf das Apollinische zu griinden, daB sich vielmehr seine undionysische Tendenz in eine naturalistische und unkiinstlerische verirrt hat, so werden wir jetzt dem Wesen des asthetischen Sokratis/nlls schon naher treten diirfen, dessen oberstes Gesetz ungefahr so lautet: 'Alles muB verstandig sein, urn schon zu sein'; als Parallelsatz zu dem sokratischen 'nur der Wissende ist tugendhaft'. Mit diesem Kanon in der Hand maB Euripides alles einzelne und rektifizierte es gemaB diesem Prinzip: die Sprache, die Charaktere, den dramaturgischen Aufbau, die Chormusik.

Auf jenem ersten Wege, der vo11kommen jetzt iiberschau bar ist, entsteht die Anpassung, die Abflachung, das hohere Chinesentum, die Instinktbescheidenheit, die Zufriedenheit in der Verkleinerung des Menschen, - eine Art Stillstandsniveau des Menschen. Haben wir erst jene unvermeidlich bevorstehende Wirtschafts-Gesamtverwaltung der Erde, dann kann die Menschheit als Maschinerie in deren Diensten ihren besten Sinn finden: - als ein ungeheures Riiderwerk von immer kleineren, immer feiner anzupassenden Riidem; als ein immer wachsendes Uberfliissigwerden aller dominierenden und kommandierenden Elemente; als ein Ganzes von ungeheurer Kraft, dessen einzelne Faktoren Minimalkriifte, Minimalwerte darste11en.

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